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OpenSpace Seminar und erste „Veränderungen“

Was sind meine Wünsche für das Leben in der Gemeinde? Was bräuchte ich eigentlich, damit ich mehr von dem umsetzen kann, was mir schon lange unter den Nägeln brennt?

Genau diese Fragen und noch mehr haben wir uns am 02.02. gemeinsam mit Stefan ter Haseborg gestellt. Stefan hat uns mit einer unglaublichen Vielfalt und Hingabe durch den Tag begleitet und es war eine tolle Gemeinschaft – mit tollen Ergebnissen und motivierten Leuten in der Gemeinde.

Wir haben uns über fehlende Bibelarbeiten unterhalten, über fehlende Gemeinschaft (Ausflüge, Gemeindefreizeit), über Ideen zu Hauskreisen, Mitarbeit, Krankengebet (Seelsorge) und einigem mehr.
Viele Leute haben sich gemeldet an den Ideen, Umsetzungen und Überlegungen mitzuwirken und Gemeinde zu bewegen.

Aber was ist schon so  ein Tag an dem zwar besprochen wird – was fehlt, was gut ist, was toll war und werden muss, wenn am Ende nicht weitergedacht und -gearbeitet wird?

So haben wir uns am 23.05. zum ersten Mal getroffen zu einem sog. „1. OpenSpace Treffen“. Tolle Leute, tolle Gespräche, sehr viele und schöne Ideen. Und genau hier möchte ich euch nun kurz mit hineinnehmen in das, was schon wurde und das was noch werden wird.

Kurz nach dem OpenSpace im Februar, bei der ein großer Punkt die geistliche Gemeinschaft/Austausch (Bibelarbeiten) war, wurde “Kaffee & Gott” ins Leben gerufen. Und die bisherigen Rückmeldungen sind sehr gut. Da sitzt eine Traube Menschen nach dem Gottesdienst zusammen, trinkt Kaffee und unterhält sich über den Predigttext. Es wird hinterfragt, bestätigt, man teilt Gefühle und Gedanken mit dem Nächsten – wahnsinnig toll, was geworden ist.

“Kaffee & Gott” findet einmal im Monat direkt nach dem Gottesdienst statt! Der zweite Punkt, der im OpenSpace sehr zum Tragen kam, war die Gemeinschaft bzw. die Gemeinschaft außerhalb der Gemeinde, die es momentan nicht wirklich gibt. Der Wunsch nach gemeinsamer Zeit bei Ausflügen und Gemeindefreizeit.

Und auch hier gibt es erste „Ergebnisse“: Im September 2020 wird die nächste Gemeindefreizeit stattfinden. Es wird für ein Wochenende nach Pockau bei Dresden gehen. Nähere Infos dazu gibt es zur Gemeindestunde im Oktober.

Ein weiterer Punkt sind die Hauskreise. Micha Steppan hat eine Umfrage erstellt zum Thema „Hauskreis“ und es haben sich viele Leute gemeldet, die Interesse haben und gern dabei sein möchten. So wird es ab Juli einen Frauenhauskreis geben, den „Schwestern-Schwatz“ mit Eveline Martz. Wer von den Frauen noch Lust hat dazuzukommen, sprecht Eveline gern an.

Über das Thema Seelsorge haben wir uns lange unterhalten und sind auch da im Prozess.Das Thema Mitarbeit begleitet uns Jahr für Jahr und gefühlt sind immer zu wenig Mitarbeiter da. Nicht nur gefühlt, es sind wirklich zu wenig Mitarbeiter da. Während desTreffens haben wir einen Gottesdienst an einem durchgesprochen und es braucht etwa 30 Mitarbeiter, um den Gottesdienst so gestalten zu können, wie du ihn kennst und erlebst. 30 Leute, die sich ehrenamtlich einbringen! Dreißig!

Vielleicht magst auch du ein Teil werden und mitgestalten? Das geht übrigens auch im Hintergrund ohne auf der Bühne stehen zu müssen. Melde dich gern bei Stefan Taubmann oder Micha Steppan – es gibt vielfältige Aufgaben und es sollte auch für dich etwas dabei sein.

Veränderung geht nicht von heute auf morgen, aber wir können Schritt für Schritt vorwärtsgehen.

Ich schreibe diesen Artikel am 02.07., also genau 5 Monate nach dem OpenSpace und ich bin beeindruckt, was seitdem schon angelaufen ist und sich in Planung befindet.

Wenn du jetzt Lust bekommen hast, bei unserem nächsten Treffen dabei zu sein, melde dich gern bei mir (Nicole Queck). Du musst auch nicht zwingend beim OpenSpace im Februar dabei gewesen sein.

BEFG Bundesratstagung 2019, Kassel

Bundeskonferenz 2019 in Kassel

Stefan Taubmann

Wieder einmal war es soweit. Ende Mai fand in Kassel die jährliche Bundesratstagung unseres Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) statt. Das ist vergleichbar mit einer Jahresmitgliederversammlung, bei der alle Gemeinden durch Delegierte vertreten sind, die zu Fragen diskutieren und abstimmen, Entscheidungen treffen und sich austauschen. Vorbereitet und organisiert wird das alles durch die Bundesgeschäftsführung sowie das ehrenamtliche Präsidium. Darüber hinaus bietet die Bundeskonferenz viel geistlichen Input, angefangen beim Gottesdienst an Himmelfahrt, über Bibelarbeiten und Workshops. Es gibt viele Stände, Konzerte, Talkrunden und natürlich viele Möglichkeiten zum Austausch und für Begegnungen.

In diesem Jahr waren wir wieder mit zwei Vertretern aus Gera dabei: unser Gemeindeleiter Holger Huhn als Mitglied des Präsidiums und ich als Delegierter unserer Gemeinde. Ab dem nächsten Jahr tritt eine Neuerung in Kraft. Gemeinden in unserer Größe konnten bisher nur einen Delegierten schicken. Damit ist es schwieriger, junge Leute mit in die Verantwortung zu nehmen. Künftig kann jede Gemeinde zusätzlich einen weiteren Delegierten unter 35 Jahre senden. Damit können erfahrene und jüngere Vertreter gemeinsam teilnehmen, und das voll stimmberechtigt.

Über diese Entscheidung habe ich mich diesmal am meisten gefreut. Denn wir brauchen als Gemeinden echte Teilhabe. Die jüngere Generation soll nicht mehr nur einen Beobachterstatus haben. Wenn wir einen Generationenwechsel schaffen, bei dem sich unsere Leitungsstrukturen verjüngen und wir gleichzeitig respektvoll miteinander umgehen und voneinander lernen, dann werden wir uns als Gemeinden weiterentwickeln. Davon bin ich überzeugt. 

Inspiriert leben, dass Christus Gestalt gewinnt. Dieses Motto passt persönlich, aber eben auch auf unsere Gemeinden als Ganzes. Ich wünsche mir, dass auch in unserer Gemeinde Jesus sichtbar wird, in seiner Liebe, in seiner Geduld im Umgang miteinander und mit seiner Strahlkraft in unser Umfeld hinein. Solche Bundeskonferenzen machen Mut und schaffen Vision, dass Gott tatsächlich mit uns zusammen seine Gemeinde baut.


Fotos: David Vogt

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Nebenrolle

Bin ich für dich wichtig?

Micha Steppan

Diese Frage ist wohl eine von unseren – wenn nicht sogar DIE wichtigste Frage, die wir in uns tragen. Diese Frage richten wir an jede Person, der wir begegnen, oder die wir kennen.

Bei der einen Gruppe Menschen, scheint es uns egal zu sein, was diese wohl antworten würden. Ein Arbeitskollege, mit dem man eigentlich nur konstruktiv und sachlich zusammenarbeiten will. Die Menschen in der Schlange an der Kasse im Rewe, die man nur als Zeitfresser sieht und man selbst wahrscheinlich genauso wahrgenommen wird.

Manchmal sind es aber auch Personen in unserem ganz nahen Umfeld, für die man manchmal am liebsten Luft wäre. Dann wünschen wir uns sogar, dass wir, wenn auch nur für eine bestimmt Zeit NICHT WICHTIG sind.
Wem man nicht wichtig ist, der will auch nichts von mir. Das bedeutet, keine Verpflichtungen, keine Erwartungen, kein Stress… eine Nebenrolle. Oder sogar eine Statistenrolle.

Und doch, wenn ich mir aber bewusst werde, bei wem es mir eigentlich nicht egal ist, kommen mir eine Vielzahl an Personen in den Sinn. Meine Frau, auf deren „Ich liebe dich“ ich emotional angewiesen bin. Meine Freunde, von denen ich spüren muss, dass ich ihnen wichtig bin und sie sich Zeit für mich nehmen. Meine Familie, bei denen ich immer meinen Platz haben werde bzw. will. Die Leute aus der G26, denen ich wöchentlich (und einigen noch öfters) begegne und mit ihnen ein Stück meines Lebens teile und erlebe, dass ich angenommen bin. 

Unser Selbstbewusstsein ernährt sich von den Wertschätzungen von den Leuten, bei denen es uns nicht egal ist, ob wir für sie wichtig sind. Diesen Personen geben wir eine Hauptrolle, eine Rolle, die in unser Leben sprechen darf. Ob positiv, ermutigend oder auch kritisch, hinterfragend.

Diese Beobachtungen sind nicht neu. Schon zu Zeiten der Bibel waren die Menschen aufeinander angewiesen. Nicht zufällig formt Gott sein Volk als eine Gemeinschaft, beruft Jesus seine Jünger zu einer Gruppe oder gründet Paulus Gemeinden, in denen Menschen sich nahe und einander wichtig sind. Der Mensch braucht andere um sich herum, um sich zu reiben, zu ermutigen und wertzuschätzen.

Gott selbst gibt uns Zusprüche, wie im Pslam 139:

„Wie kostbar sind deine Gedanken über mich, Gott! Es sind unendlich viele.“

 Wir spielen für Gott keine Nebenrolle!
Gott schreibt nicht unbedingt mit den großen Mackern die Weltgeschichte. Die Großen Namen der Bibel wirken nur für uns heute so groß. Ein David war zuerst der jüngste Sohn einer unwichtigen Familie, Petrus war nur ein Fischerjunge und Maria nur irgendein Teenager aus Israel. Für Gott waren sie nie Nebenrollen. Für uns mittlerweile auch nicht.
Doch oft fühlen wir uns daneben unbedeutend. 

Da ist Gemeinde so genialer Ort. Mir reicht es eben meistens nicht, dass ich kognitiv weiß, dass ich Gott wichtig bin. Auch, wenn ich das ab und zu sogar in Gebeten, Texten, Liedern, etc. spüre. Dass ich Gott wichtig bin und er mich gebrauchen kann, lerne ich in der Begegnung mit anderen.


Der berühmte Vers „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“ (Mt 25,40) gilt auch in die andere Richtung.
Gott lebt in uns und somit wird seine Liebe weitergegeben, wenn wir uns begegnen. 

Ich wünsch mir, dass wir eine Gemeinde sind, in der wir uns gegenseitig wahrnehmen. Dass wir uns sehen und dadurch wertschätzen. 

Wem könntest du mal wieder ein einfaches Kompliment geben?
Wem könntest du mal einfach „Danke“ sagen?
Mit wem könntest du nach dem Gottesdienst mal einen gemeinsamen Kaffee trinken und fragen, wie es ihm/ihr geht? 
Für wen kannst du einfach mal beten?

Euer Micha Steppan

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Annette Oesterhaus, unsere neue Gemeindesekretärin

//Micha Steppan

Ich werde hier interviewt, …
… wahrscheinlich weil ich seit 1.  April im Gemeindebüro der G26 arbeite.

Meine Familie…
…besteht aus meinem Mann Bernd (Soldat) und meinen 3 Kindern: Nele, Merle, Jette


Wir wohnen…
… noch in Brahmenau. Wir werden aber hoffentlich noch dieses Jahr nach Ronneburg umziehen.


Ursprünglich komme ich…

… aus dem Eichsfeld-Kreis, der Katholiken-Hochburg. Der genaue Ort, den niemand kennt heißt: „Jützenbach“


Von dort vermisse ich am ehesten…
… meine Mutter.

Wirklich, wirklich gerne…
… verbringe ich Zeit mit meiner Familie!

Kirchlich verortet sind wir…
… in Pölzig, in der evangelischen Landeskirche.

In meiner neuen Arbeit im Büro der G26 freue ich mich auf…
… die Zusammenarbeit im Team.

Momentan lese ich…
… im Moment eigentlich gar nicht. Wenn dann aber gerne „Nele Neuhaus – Krimis“.

Der letzte Film, der mir richtig gut gefallen hat…
… ist aufgrund des turbulenten Alltags echt lange her.

An einem Tag, an dem meine Kinder woanders gut untergebracht wären und ich Zeit hätte…
… würde ich mit meinem Mann Fahrradfahren.

Mein Lieblings-Nachtisch…
… Eis!

Ungeschlagen bin ich in meiner Familie mit…
… meinem Organisationstalent.

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Verabschiedung von Renate Schwerdtfeger

//Holger Huhn

Renate Verabschiedung 31.03.2019

Ihr Lieben, liebe Renate, lieber Jürgen,

im heutigen Godi wollen wir Renate Schwerdtfeger verabschieden. 

Renate, Du hast seit dem Jahr 2000 zunächst im Ehrenamt und später auch als angestellte Sekretärin im Gemeindebüro viele Jahre lang die Geschicke und Entwicklungen dieser Gemeinde begleitet und umgesetzt. Heute ist offiziell der letzte Tag deiner Anstellung.

Wir wollen auch Jürgen Schwerdtfeger heute verabschieden, der am 24.11. letzten Jahres sein Amt als Mitglied der Gemeindeleitung niedergelegt hat.

Renate, du hast dir ja selbst gewünscht, dass wir das hier nicht allzu groß aufziehen aber genau das macht es so schwer. Denn wenn man einen Überblick geben will über das was du gemacht hast muss ein bisschen weiter ausholen.

Ich würde jetzt am liebesten alles aufzählen was wir hier in den letzten Jahren gemeinsam erlebt, geschaffen und gebaut haben damit wir im gemeinsamen zurückblicken auch noch mal realisieren was passiert wenn man engagiert und leidenschaftlich arbeitet.

Ich fasse mich kurz aber ich will euch diese kleine Reise nicht ersparen.

Ich kam vor etwa 25 Jahren zum ersten Mal in diese Gemeinde. Helmut Kohl war Bundeskanzler.

Der Gottesdienst fand in den Räumen statt in denen heute die Kita ist. Es roch nach Bohnerwachs. 

Im Eingang wo man jetzt durch die Glastür in die Garderobe geht gab es einen Schrank in den einige ihre Mäntel hängen konnten. Ich selber wusste nicht dass der Schrank dafür vorgesehen war.

Da wo jetzt die Toiletten der Kita sind und vorher unser Büchertisch stand hingen Holzfächer an der Wand. Da hatten Gemeindemitglieder und später auch Gäste ein Fach in das man Infos, Zeitungen und Nachrichten aller Art hineinlegen konnte. Vorne stand ein Klavier.

Die Stuhlreihen waren nicht durch Gänge geteilt sondern man kam rein und musste sich eine Reihe aussuchen in die man sich schlängelte und meistens blieb man gleich am Gang sitzen oder man rückte durch bis zum Fenster. Die Scheiben waren gewölbt und getönt damit man von draußen nicht rein sehen konnte.  Eines Tages sollten wir uns in Bienenkörben zum Gebet zusammen setzen und für einen Menschen aus Aserbaidschan beten der bei uns Asyl gesucht hatte. Das Ehepaar mit denen ich beten sollte war auf der Durchreise in den Urlaub und sie haben sich fürchterlich darüber aufgeregt, dass doch hier nicht einfach jeder bleiben und um Asyl bitten könne. 

Für mich waren das schon einige heftige Erfahrungen und Erlebnisse.

Leider war das aber in vielen Freikirchen so. Man war unter sich. Man kannte sich. Man wusste wer zu wem gehört und man sprach dieselbe Sprache und die Anzahl der Menschen, die sich von außen in so eine Kirche verirrten wurde immer kleiner. Eines Tages kam die Idee auf, Gästegottesdienste zu machen. Also haben wir eine Band auf die Beine gestellt (Renate Klavier-ich Gitarre), die wirklich zeitgemäße Musik machen durfte. Sogar mit Verstärker und Technik.

Der Gebetskreis „Hoffnung für Gera“ wurde wiederbelebt und mit musikalischer Unterstützung einmal monatlich sonntags abends durchgeführt.

Beim ersten Gäste-Godi  kam die junge Familie Heimowski mit ihren beiden kleinen Kindern.

Uwe Heimowski bot an, dass er zunächst ehrenamtlich und später mit einem kleinen Stellenumfang unser Pastor sein würde. Vorausgesetzt, wir schaffen eine kleine Stelle für eine Gemeindesekretärin damit wir die Dinge, die wir uns vornehmen auch operativ umsetzen und wahr machen können.

Das war im Jahr 2000. Der Gemeinderat wurde erweitert, jüngere und engagierte Leute kamen dazu und bald wurde eine neue Satzung geschaffen und eine neue GL wurde gewählt.

2001 erlebten wir wie die Zwillingstürme in New York einstürzten, 2002 wird der Euro eingeführt und 2003 mussten wir hinnehmen, dass die neu geschaffene Satzung nicht wirklich geholfen hat, die Gemeinde neu auszurichten und es brauchte eine Neuordnung mit Neuwahlen. Gerhard Schröder war Bundeskanzler.

Aus „Hoffnung für Gera“ wird der 62,12 Gebetskreis: nach Jes. 62,12: du sollst heißen die nicht mehr verlassene Stadt. Eine Verheißung, die dir, lieber Jürgen aufs Herz gelegt wurde. Gera soll die nicht mehr verlassene Stadt sein. Und wir dürfen das mit gestalten.

Es besteht schnell Einigkeit darüber, dass wir als Gemeinde offen und relevant sein wollen, nach außen gerichtet, uns einmischen wollen, Arbeitgeber sein wollen, und ein schönes Haus haben wollen, dass immer geöffnet ist.

Wer Chancen gesucht hat, der hatte ein weites Feld vor sich. Wer sich nach Ruhe und Sicherheit gesehnt hat, hat eher den Aufbruch gefühlt.

Vieles wurde anders und neu und dabei hatte die Gemeinde doch gerade mal ein paar Jahre zuvor noch zu DDR Zeiten dieses wunderschöne Haus gekauft und in mühevoller Eigenleistung modernisiert und umgebaut.

Unser Wunsch war es aber jetzt auch geworden, dass unsere Kinder ihre Kindergottesdienste in schönen Räumen haben sollten und nicht wie bisher in feuchten Kellerräumen.

So fiel 2008 der Startschuss für den Umbau. Angela Merkel war Bundeskanzlerin.

2011 wurde das Café Global eingeweiht, viele Projekte folgten, zwischenzeitlich hatten wir 12 bezahlte Mitarbeiter im Gemeindehaushalt die alle eingewiesen, beschäftigt, teilweise auch beaufsichtigt und abgerechnet werden mussten. 

Letztes Jahr, daran erinnert ihr euch sicher noch, haben wir unsere Kita eröffnet. Mittlerweile sind wir 14 Angestellte, dieses Jahr folgt die 15. Person in Anstellung. Man liest solche Daten schnell von einem Blatt Papier ab. Aber wieviel Arbeit da drin steckt das sieht man meistens nicht auf den ersten Blick.

Wenn wir zurück blicken fragt sich der ein oder andere vielleicht wo ist die Zeit geblieben ist. Und bei diesen Rückblicken wird auch klar, warum man oft Spannungen erlebt. Manchmal treiben wir uns mit unseren Ideen und Anforderungen an, wir bewegen und entwickeln neues, wir bauen etwas auf. Dann fühlen wir uns wie Jäger und Gejagte weil Projekte umgesetzt werden und oft die Zeit drängt. Und dann gibt es wieder eine Zeit in der das Erreichte strukturiert und geordnet werden muss und wir uns nach Ruhe sehnen, nach stille sein, nach durchatmen und innehalten. Wer heute 35 Jahre alt ist und diese letzten Jahre mit uns erlebt hat und gegangen ist hat nur eine einzige Königin von England erlebt, drei Bundeskanzler, drei Päbste, vier James Bond Darsteller, 6 US Präsidenten und 32 HSV Trainer.

Wir stehen in diesem Spannungsfeld. Manches geht schnell, manches braucht Zeit.

Es geht nicht um richtig oder falsch. Und heute schauen wir zurück auf das was geworden ist.

Heute dürfen wir alles was uns vielleicht noch ärgert über Bord werfen. Heute gibt es keine Unzufriedenheit mehr über das was vielleicht nicht so geworden ist. Heute schmunzeln wir mal über das eine oder andere. Heute wollen wir uns freuen.

Wir dürfen diesen Tag feiern in der Gewissheit, dass wir diesen Weg mit Gott gegangen sind, der uns viele gute Werke vorbereitet hat in denen wir gehen und leben durften.

Renate, du hast dieser Gemeinde in allem was du getan hast gedient, Wege zu finden, die erforderlichen Aufgaben und Anforderungen zu erledigen. Ganz besonders möchte ich feststellen, dass du unser Haus gemanagt hast. Du hast Anträge gemacht für Projekte, die gefördert wurden. Du hast die Abrechnungen dazu penibelst genau durchgeführt. Wie viel wir als Gemeinde davon profitiert haben! Du warst dir nie zu schade, auch die Spinnweben in den verborgensten Ecken zu sehen. Ich hab oft gehört, dass man dich „die gute Seele des Hauses“ genannt hat. Du hast ehrenamtlich begonnen aber auch als du angestellt warst war das Zeitkontingent das du geschultert hast nur durch ein stark ehrenamtlich, zusätzliches Engagement darstellbar. 

Liebe Renate, lieber Jürgen, ihr habt uns eure Zeit gegeben. Das größte Geschenk, das man anderen machen kann. Zeit ist nicht reproduzierbar. Wenn sie vergangen ist, ist sie unwiderbringlich. Umso wichtiger und schöner, wenn man beim zurückblicken stolz auf das sein kann, was dabei geworden ist. Ihr werdet beide eine große Lücke hinterlassen und es wird spannend sein wie sich das in der Zukunft neu gestalten wird.

Ich möchte zum Schluss noch einmal betonen, dass wir dich, liebe Renate jetzt wirklich aus deinem Dienst loslassen. Wir wollen dir deine Freiheit geben, dich frei sprechen von der Verantwortung in der Arbeit in der Gemeinde


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aufbruch

//Stefan Taubmann

Siehe, Neues ist geworden. (2 Kor 5,17)

Aufbruch – Endlich Frühling. Die Erde bricht auf. Osterglocken und bald auch Tulpen brechen durch den harten Boden und schenken uns ihre wunderbaren, farbenfrohen Blüten. Nachdem die Zwiebeln ein paar Monate in der Erde geruht haben, bringen sie neues Leben hervor. Was für ein starkes Bild zeigt uns die Schöpfung da Jahr für Jahr. Es ist schon eindrucksvoll, dass sich neues Leben oft erst durch eine harte Kruste die Bahn brechen muss. Die harte Kruste muss erst aufbrechen, damit neues Leben daraus schlüpft, wie das Küken aus dem Ei. 

Abbruch – Wenn ich daran denke, wie wir mit vereinten Kräften im Dachgeschoß seit Anfang des Jahres Decken und Wände abgebrochen haben, Fußböden und Sanitäranlagen entfernt haben, dann muss ich selbst staunen. Wir haben das alles auf uns genommen, weil wir die Vision hatten, dass danach etwas Schönes und Modernes entstehen wird. Altes herausbrechen, damit Neues entstehen kann.

Umbruch – Es gibt Zeiten, in denen langjährige Mitarbeiter ein Amt niederlegen, um selbst wieder neue Wege zu gehen. Dann braucht es andere, mutige Menschen, die an dieser Stelle neu einsteigen und mit ihrer Handschrift einen Grundstein für kommende Jahre legen. Diese Veränderungen gehören zum Leben dazu, auch wenn uns diese Umbrüche einiges abverlangen. Doch die Zeit bleibt weder stehen noch lässt sie sich zurückholen. Es ist der Lebensfluss, der uns weitergehen lässt. Und das ist gut so. Deshalb sind Umbrüche wichtige und empfindliche Zeiten. Besonders spüren wir dies gerade im Gemeindebüro, das Renate Schwerdtfeger über viele Jahre geprägt hat. Mit viel Dankbarkeit blicken wir zurück auf diesen besonderen langen Weg. Und nun sind wir dankbar, dass wir mit Annette Oesterhaus eine neue Ergänzung im Team haben, die mit uns den nächsten Streckenabschnitt gestalten wird. Dank für das Vorherige, und Mut für das Neue.

Aufbruch – Das bedeutet gleichzeitig auch, sich weiter auf den Weg zu machen. In den Geschichten Gottes mit den Menschen gibt es immer wieder diesen Ruf zum Aufbruch. Das heißt auch, dass wir die Menschen um uns herum mitnehmen. Dafür haben wir Anfang Februar ein tolles Gemeindeseminar Open Space erlebt, in dem mancherlei Aufbrüche konkret wurden. Ideen wurden zusammengetragen, wie neue Hauskreise entstehen können, wie wir Gemeinde in Beziehungen stärken können, wie wir weiter als G26 in Gera relevant sein wollen, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Dabei merken wir auch, dass alle, die sich in irgendeiner Form engagieren, dazugehören und wertvoll sind. Gemeinde lebt vom Ehrenamt und den vielen Köpfen und Händen. Auch unsere Kita Schatzkiste wäre nichts ohne das wunderbare, wachsende Team. Ebenso wäre unser Haus der Begegnung nicht in diesem Sinne möglich, wenn wir nicht ein fleißiges Hausteam hätten, das immer wieder neuen Zuwachs bekommt. Alle zusammen möchte ich einladen aufzubrechen, Neues zu wagen, das Bestehende treu weiter zu entwickeln, und offen zu bleiben für neue Beziehungen und Wege. Dazu passt auch unser neues Gemeinde-Kennenlern-Seminar, zu dem Micha Steppan und ich herzlich einladen möchten.

Aufbruch – Das hat auch immer etwas mit dem offenen Grab an Ostern zu tun. Jesus wurde nach furchtbarem Leiden noch ans Kreuz geschlagen und anschließend ins Grab gelegt. Doch er ist auferstanden. Der Tod konnte ihn nicht halten. Jesus ist das Leben und schenkt auch uns neues Leben mit ihm. Ich möchte euch einladen, Ostern zu feiern als wunderbares Bild für den Aufbruch.

Gottes Segen.

Euer Stefan Taubmann

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Gutes für Gera

Gera (NG). „Gutes für Gera“ – unter diesem Motto sind Christen aus evangelischen und freikirchlichen Gemeinden seit dem 7. Januar in Geras Innenstadt unterwegs. Wie schon im vergangenen Jahr haben sie eine knallrote Mailbox in der Höhe eines Stehtisches dabei, die zum Einwerfen von aufgeschriebenen, persönlichen Anliegen gedacht ist. „Mit der Aktion möchten wir Mitbürger ermutigen, sie segnen und für ihre Sorgen und Nöte beten“, erklärt Stefan Taubmann, Vorsitzender im Arbeitskreis Evangelische Allianz in Gera. An diesem Angebot solle deutlich werden, dass Beten nichts Weltfremdes für Kirchenräume sei, sondern im Alltag begreifbar und relevant. Auf die Frage, ob es sich bei Wind und Kälte lohnen würde, die Aktion aus dem letzten Jahr auch 2019 zu wiederholen, antwortet Andreas Erben, Pastor der Adventgemeinde mit einem persönlichen Erlebnis. Er hatte vor einem Jahr für eine Frau gebetet, die sich große Sorgen um ihre Tochter machte, und ihr eine Rose geschenkt. Sie trocknete die Rose und legte sie neben das Bild ihrer Tochter. Als er der besorgten Mutter nach dem Sommer wieder begegnet sei, habe sie gestrahlt, weil ihre Tochter mittlerweile wohlbehalten zurückgekommen sei. Solche Begegnungen machen Mut, Menschen ein Ohr zu schenken und ihnen Gutes zuzusprechen.

Die Aktion mit der Gebetsbox bildet den Auftakt zur jährlichen Allianz-Gebetswoche. Ab dem 13. Januar treffen sich Christen in den verschiedenen freikirchlichen Gemeinden und Kirchgemeinden, um für ihre Stadt zu beten. Angefangen wird mit einem gemeinsamen Gottesdienst am 13. Januar, 10 Uhr, in der Adventgemeinde in der Handwerkstraße 2. Eingeladen zu den Veranstaltungen ist jeder, der zuhören, mitbeten oder vielleicht für sich beten lassen möchte.

(Quelle: Neues Gera, Ausgabe vom 09.01.2018)

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…ich war ein Trauergast – Interview mit Talitha Heimowski

Hey Talitha, du warst ja im Oktober auf einer doch etwas besonderen Freizeit. Was war das denn für eine?

Das war das Musical-Camp “Adonia” für Teenager.

Wie kann ich mir das vorstellen? Wie lief das denn so ab? 

Also wir haben uns am Sonntag getroffen, da wurden dann abends die Theaterrollen,  Tänze und Solos verteilt. Montag und Dienstag gab es dann mehrere Proben. Am Mittwoch ging es auf Tournee und in Wildeck fand dann das erste Konzert statt. So ging es dann die nächsten Tage in unterschiedlichen Städten weiter und am Samstag hatte wir das große Abschlusskonzert in Apolda, nachdem alle mit ihren Familien wieder nach Hause gefahren sind.

Das klingt ja nach einem straffen Programm. Um was ging denn das Musical?


Das Stück hieß „Herzschlag“ und es ging darum, dass Lazarus in ein Krankenhaus eingeliefert wird, ihm die Ärzte aber nicht helfen können und er stirbt. Jesus besucht dann aber Maria und Marta und weckt Lazarus vom Tod auf.

Spannende Geschichte! Was war denn dein Part während der Proben und vor allem bei den Auftritten?

Ich war einer der Trauergäste, das heißt ich war bei der Beerdigung von Lazarus dabei und habe mich mit einigen anderen Freunden gefragt, warum Jesus weder Lazarus geheilt noch Maria und Marta getröstet hat nach dem Tod ihres Bruders. Als dann aber Jesus 3 Tage nach dem Tod die Schwestern besuchte, durfte ich staunend mit beobachten, wie Lazarus zum Leben erweckt wurde. Und ansonsten habe ich im Chor mit den anderen Teilnehmern gesungen.

Und DEIN größtes Highlight?



Nachdem Lazarus auferweckt wurde, haben  wir am Ende als ganzer Chor ein Lied gesungen, das Gottes Kraft und auch die Begeisterung der Menschen zeigen sollte und das hat Mega viel Spaß gemacht. Ansonsten waren eigentlich die Gemeinschaft und der letzte Auftritt meine Highlights.

War das deine erste Adonia-Freizeit? Wie bist du denn dazu gekommen, da mitzumachen?

Ich war vor 5 Jahren schon mal mit meinen beiden älteren Geschwistern, durch die ich auch überhaupt zu Adonia gekommen bin.

Für wen wäre denn eine Adonia-Freizeit auch was? Wer kann da mitmachen?

Wenn du zwischen 9 und 12 Jahre alt bist und Lust hast ein christliches Musical mit anderen Teilnehmern einzustudieren und dann auch aufzuführen, dann ist das Junior Camp für dich geeignet. Das Teens Camp ist dann für alle 12 -bis 19 Jährigen.

Wann ist die nächste Freizeit?

Die Teens Camp sind nächstes Jahr in den Oster- und Herbstferien und die Juniorcamps finden in den Sommerferien statt.

Bist du dabei?

Ich bin leider nicht dabei, da ich nächstes Jahr im Herbst wahrscheinlich schon in Lima bin, da ich dort ein Auslandsjahr mache.

G26

Jahreslosung 2019

Liebe Mitglieder und Freunde der G26,

„Suche Frieden und jage ihm nach!“
Psalm 34,15

Nun ist das Jahr schon wieder 3 Tage alt und ich setzte mich das erste Mal richtig mit der neuen Jahreslosung auseinander. Dabei merke ich, dass ich mich gar nicht mehr so richtig an den Vers des letzten Jahres erinnern kann.
Irgendwas mit Wasser, oder war das das Jahr davor?         
Ich tue also das, was man so im heutigen Zeitalter macht: ich Google!
Ach klar!
„Gott spricht: Ich will den Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“
Off. 21.6

Sehr begleitet hat mich dieser Vers im vergangen Jahr jedoch nicht. Und euch? Dabei ist das mit der Jahreslosung ja eine schöne Idee. Ein Vers, der unter den vielen vielen Versen der Bibel herausgepickt wird und dem ich ein ganzen Jahr Zeit lasse, auf mich zu wirken. Eventuell habt ihr zu Hause einen Kalender oder eine Karte aufgehängt, an dem ihr immer wieder vorbei gegangen seid und ihn gar nicht vergessen konntet. Vielleicht geht es auch aber auch wie mir… 

Wie war das so in deinem letzten Jahr? Warst du ein Durstiger? Hast du in Momenten des Niedergeschlagen-Sein und der Verzweiflung an Gott gedacht und vielleicht auch erlebt, wie er dir begegnet ist? 

Mir fällt ein Tag im Jugendclub ein. Ich hatte überhaupt keine Lust und fuhr schon mit der Erwartung in die Stadt, dass ich mich nur so durch den Tag schleppen werde und mir bestimmt  die Kinder & Teenager mächtig auf die Nerven gehen werden. 

Und dann? Irgendwie waren einige Teenager so gut drauf, dass mich das ansteckte. Ich kam gar nicht dazu, mich durch den Tag zu schleppen, sondern ließ mich mitreißen. Das war nicht der beste Tag meines Lebens, aber ich erlebte, dass Gott in meinen Plänen und Sorgen immer noch so manche Möglichkeiten hat. 

Aber jetzt zu diesem Jahr. 
„Suche Frieden und jage ihm nach!“ 
Schön, dass es mal etwas Aktives ist. Nichts gegen Zusprüche und Ermutigungen. Aber hier bin ich gefragt und direkt angesprochen. Und „Suchen“ und „jagen“ klingt abenteuerlich… 

Friede ist auf jeden Fall etwas, was wirklich kein selbstverständliches Gut ist. Und damit meine ich nicht mal den Frieden des „ich werden in Ruhe gelassen“. 

Sondern der Frieden, der kommt, wenn ich meiner Frau schon gleich besser zuhöre und somit einen Streit schon entgegenwirke.Oder der Teenager, dessen Bedürfnis ich versuche zu sehen, anstatt seiner Defizite und zu ermahnenden Wortausbrüchen.
Oder aber auch das Grüßen der komischen Leute vor meinem Wohnblock.

Schaust du eher abenteuerlich, oder eher sorgenvoll in das Jahr 2019 hinein? Ich werde mir den Vers auf jeden Fall irgendwo hinhängen. Ins Bad vielleicht, oder über den Schuhschrank….  Und dann mal schauen was der Vers über das Jahr so mit mir macht.

2019! … es wird spannend!

Euer Micha Steppan

Auch von meiner Seite noch ein gesegnetes und wirklich von Frieden erfülltes neues Jahr. Ich wünsche dir, dass sich dieser Friede in deinen Beziehungen ausbreiten kann, dass er verändernde Kraft auf deine Umgebung hat. Und ich wünsche dir, dass du in allen Herausforderungen des Alltags immer eine tiefe Geborgenheit in Gott erleben kannst. Manchmal tut es einfach nur gut zu wissen, dass uns dieser liebende und nahe Gott in seinen Armen festhält und uns Geborgenheit gibt.

Natürlich freue ich mich auf ein spannendes Jahr für uns als Gemeinde. Dazu gehören eine Jugendsegnung, eine Kindersegnung, demnächst wieder ein neuer Mitgliedskurs, besondere Gottes-dienste und Jahres-feste. In diesem Jahr werden wir erstmalig gemeinsame Feste mit unserer Kita Schatzkiste planen können, worauf ich schon sehr gespannt bin. Natürlich muss sich eine Gemeinde in regelmäßigen Abständen fragen, auf welchem Kurs das Schiff steuert. Sind die Menschen an Bord und können sich entsprechend ihrer Begabungen einbringen? Welche Angebote sind gut und zeitgemäß, und welche könnten ergänzt werden? Für diese Fragen bietet der Seminartag Open Space am Samstag, 02. Februar einen Raum für Gemeindemitglieder genauso wie für Freunde der G26, wirklich offen für alle, von Jugendlichen bis zur älteren Generation. Ich lade dazu herzlich ein, weil wir mit Stefan ter Haseborg einen hervorragenden Moderator gewinnen konnten. Dabei sein und Mitmachen ist gefragt. 

Im ersten Halbjahr werden wir durch den Umbau der Dachgeschoß-wohnung zu Einzelappartements ziemlich viel Bewegung im Haus haben. Ich freue mich schon auf den Tag, wenn wir das fertige Ergebnis präsentieren können und damit unser gesamtes Objekt komplett modernisiert haben. Es macht großen Spaß zu sehen, wie viele sich jetzt schon mit einbringen und gemeinsam Hand anlegen.

Das Jahr ist somit eingeläutet. In diesen Tagen fällt der Startschuss für die Allianzgebetswoche zum herausfordernden Thema „Einheit leben lernen“. Herzliche Einladung zu allen Veranstaltungen.

Gottes Segen und Geleit wünscht euer Stefan Taubmann


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What a wonderful Time – Neuigkeiten aus der Kita Schatzkiste

Was ist passiert? Wie in jeder Kita gibt es für Kinder, Eltern und Erzieher, Struktur im Tagesablauf, viele Eindrücke, lustige Episoden, manchmal Tränen. Die Bedürfnisse der Kinder und der Familien stehen im Vordergrund und werden individuell geregelt.

Seit Oktober ist richtig viel passiert. Die Kinder gehen am Vormittag auf einen nahegelegenen Spielplatz, in den Netto einkaufen oder auf den Weihnachtsmarkt. Jeden Tag gibt es Neues zu entdecken, neue Freundschaften entstehen und Sprache ist hier kein Hindernis. Kinder verstehen sich auch ohne Worte, im gemeinsamen Spiel und natürlich bei so manchen Schabernack. Wie schön das zu beobachten ist, wie vielen Erwachsenen es schwerfällt, können wir von den Kindern einiges lernen.

Große Freude gab es bei den Kindern als der „Heilige Martin“ auf seinem Plüschpferd geritten kam und dem armen Bettler seinen halben Mantel gab. Die Kinder teilten ihre Brezeln untereinander.

Zum Nikolaustag fanden die Kinder einen Stiefel, gefüllt mit Nüssen, duftenden Mandarinen und Süßem. Die Freude war riesengroß. Tief beeindruckt waren wir, als das 5jährige Mädchen B. alle Strophen des Nikolausliedes mitsang. Was für ein schöner und berührender Moment. Die Kita ist in diesen Tagen ein Lichtermeer. Die Kinder schmückten den Tannenbaum, mit ihren mitgebrachten Schätzen. Immer wieder laufen sie zum  Baum und bewundern ihn.

Sie stehen vor der Krippe und staunen. Das ist was die Vorweihnachtszeit in der Kita ausmacht: DAS STAUNEN.

Auch die „Großen“ tun dies. Stefan Taubmann staunt jedes Mal, wenn er zur Vesperzeit in der Kita ist. Wie gemütlich und harmonisch es bei uns ist. Die Kinder zaubern kleine Geschenke für die Eltern. Sie rollen Kerzen aus Bienenwachs, mmh…wie gut sie riechen.

Die Glitzerkugeln wurden auch besonders schön. Jede Kugel sah etwas anders aus. Der Weihnachtsnachmittag mit den Eltern war für alle ein schönes Erlebnis. Die Kinder sangen „Ihr Nikolauslied“, weil sie das am liebsten mögen. Das Leuchten in den Augen verriet, dass alle tief gerührt und beeindruckt waren.

Mit Hilfe der Eltern verzierten die Kinder Plätzchen, welche dann, noch vor dem Festwerden der Glasur, im Mund verschwanden.

Ein DANKESCHÖN an alle Eltern, sie haben es gern getan, das war nicht zu übersehen. Was für ein gelungener Nachmittag.

Die Weihnachtsgeschichte, die Geburt Jesu entdeckten die Kinder in einem besonders schönen Buch „Weihnachten“. Gemeinsam schauen Sie die Bilder an und erzählen was sie sehen. So fügt sich Bild, für Bild zu dieser Geschichte. Die Geschichte von Maria und Josef, den Hirten, den heiligen drei Königen, dem Kind in der Krippe.

Für dieses Jahr wird die „Schatzkiste“ geschlossen und gleich am 2.Januar 2019 wieder aufgeschlossen.

Bis dahin eine besinnliche Weihnachtszeit wüschen alle Kinder und das Kita-Team

(Der Bericht erschien schon in der Weihnachtszeit)