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Mit dem Kanu auf der Elster – Das Abenteuer-Wochenende 2018

– Bianca Singer  /

Ein Wochenende mit dem Abenteuerkindern ist immer wieder etwas ganz besonderes.

Ich (Bianca Singer) habe mich schon lange im Vorfeld darauf gefreut. Als es dann hieß, wir werden auf der Elster Bootfahren, war ich vollauf begeistert.

Los ging es am späten Freitagnachmittag mit der Autofahrt nach Greiz. Dort angekommen war die erste Herausforderung, das mitgebrachte Reisegepäck wasserfest einzupacken. Nachdem das geschafft war, hieß es “Alle Mann in die Boote!”. Doch wenn man selber bisher nie wirklich gepaddelt ist und die zwei Jugendlichen, die mit einem im Boot sitzen, ebenfalls über keine großen Kanuerfahrung verfügen, kann es schon ziemlich turbulent werden. So waren unsere aller ersten Paddelversuche auf der Elster gleich mit Kentergefahr und öfter als gewollt mit Ufer-Kollisionen verbunden.  Dementsprechend hatten wir als einziges von 6 Booten gleich Wasser im Kanu, worum sich zu diesem Zeitpunkt niemand wirklich Sorgen machte, weil unsere Sachen ja wasserfest verpackt waren.

Am späten Abend  fanden wir eine geeignete Stelle zum Übernachten. Wir packten unsere Sachen aus und mußten dabei leider feststellen, dass einiges doch nass geworden war.
Spätestens jetzt war klar, dass wir das Wasser im Boot mal lieber gleich rausgeschöpft hätten. Ich selbst hatte nun einen nassen Schlafsack und nasse Wechselsachen. Da Teilen und Kameradschaftlichkeit bei den Abenteuerkinder ganz groß geschrieben wird, bekam ich ein paar trockene Sachen geborgt. (An dieser Stelle einfach nochmal vielen Dank!)
Als unser Nachtlager aus Planen aufgebaut war, fing es tatsächlich an zu regnen und wie es anscheinend zum Abenteuerwochenende dazu gehört auch zu gewittern. Doch Gott hatte schon alles für uns vorbereitet, so gab es in der Nähe Heuballen, welche wir an die Planen heranrollen konnten, um uns vor dem aufkommenden Seitenwind besser schützen zu können.  

Nach einer Nacht mit vielen Geräuschen und noch mehr Regen erwachte das Abenteuercampleben   gegen 6 Uhr morgens. Zähne die am Vorabend nicht mehr geputzt werden konnten,wurden gründlich geschrubbt bevor es ans Frühstück-machen ging. Der Renner beim Frühstück war Salami- und Nutellabrot. Anschließend wurde alles zusammengepackt und in die Boote verstaut

Nach einem kurzen Gebet, in welchen ich Gott bat uns zu helfen, das Kanu gut zu steuern, ging es los. Wir kamen an vielen Wehren vorbei, wo es hieß: Aussteigen und mit vereinten Kräften die Boote umsetzen. Stromschnellen waren immer mit viel Aufregung und einem gewissen Abenteuerspaß verbunden, da jedem nur allzu bewußt war, das möglichst kein Wasser in die Boote kommen darf.
Zwischendurch lieferten wir uns kleine Wettrennen auf der Elster oder schoben die Boote an, weil der Wasserstand der Elster zu niedrig war.

Gegen 16 Uhr erreichten wir das Wehr an der Clodramühle. Wir errichteten unser Lager mit viel Optimissmus, um in dieser  Nacht unter Freiem Himmel zu schlafen. Die Kinder & Jugendlichen machten sich einen großen Spaß daraus, die Kanu-Rutschte des Wehrs mit den nun leeren Booten vorwärts, rückwärts und in allen erdenklichen Variationen herunter zu fahren. Für das Abendessen machten wir ein großes Feuer und kochten Nudeln mit lecker Soße.

Alle Mägen waren danach gut gefüllt und da der Tag sehr früh begonnen hatte, waren alle auch dementsprechend müde. Natürlich klangen wir den Abend am Lagerfeuer aus, während sich einer nach dem anderen ganz freiwillig in seinen Schlafsack verkrümelte.
So schliefen wir die zweite Nacht unter der Kulisse des schönen Sternenhimmels schnell ein.

Der Sonntagmorgen war ein Fest!
Wir versuchten unsere gesamten Vorräte aufzubrauchen und erfanden dabei ganz neue kulinarischen Kreationen. Wie etwas die Marshmellow-Banane.

Da das Gepäck schon an der Clodramühle in die Autos verfrachtet werden konnte, waren die restlichen Kilometer bis nach Wünschendorf schnell und wesentlich leichter überwunden. Naß und glücklich kamen wir Mittags an.
Ob der Wunsch nach einer Dusche bei den Kindern stärker war, als die Freude auf das nächste Abenteuerwochenende wage ich nicht zu beurteilen.

 

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